Ingolstadt - Audi – „Seehofer-Land“.

Der Tross aus Füssen macht sich auf zum Weltladen. Ach, der hat ja neue Räume! Gefunden! Die Grundsortimente ähneln sich, aber wir erkennen schon wieder, dass wir halt einen tollen Laden haben, den besten, in aller Bescheidenheit. Unter der Führung einer sehr engagierten jungen Frau aus der Weltladengruppe ging es zum „konsumkritischen Stadtspaziergang“, vor das noch nicht eröffnete Billig-Kleiderparadies Primark. Die globale Vernetzung einer einfachen Jeans wurde deutlich anhand einer ausgebreiteten Weltkarte, auf der wir die Produktionsschritte verfolgen konnten. Beeindruckend auch, wo wer welchen Profit abschöpft. Besonders anschaulich wurde das an einer weiteren Station zum Thema Schokolade.

Brav folgte der Tross durch die Stadt dem Bollerwagen unserer Führerin. Wir erhaschten einen Blick auf die Donau, erfuhren von den Schwierigkeiten des Einzelhandels in der Innenstadt, Leerständen, was es mit dem Ingolstädter Panther auf sich hat und konnten diese alte, aber ganz von der modernen Industrie getragene Stadt erspüren. Viel Leben war an diesem Samstag in der Innenstadt wegen eines „Gesundheits-Aktions-Tag“, mit einer engagierten Beteiligung von allen möglichen Einrichtungen und Vereinen. Fast am Ende unseres Steh-Vermögens erreichten wir die Wirtschaft, wo wir uns im Garten genüsslich stärken konnten. Uff, das hat es gebraucht! Die Rückreise verlief entsprechend ruhig und teilweise tiefenentspannt, kein Wunder, hatten wir doch vielen Worten gelauscht und mannigfache Eindrücke gesammelt, auch wenn inhaltlich doch vieles bekannt war.

Danke herzlich an Edith Kaiser, die uns diesen Ausflug vorbereitet und organisiert hat! Er hat sich gelohnt!

„Frauenbewegung“ am Rastplatz
9 Stationen braucht eine Jeans, 4 Länder in Asien, 5 in Europa bis sie in Deutschland verkauft wird. Zuletzt wird sie in Afrika entsorgt.
Bei konventioneller Schokolade verdient der Kakaobauer das Wenigste, Fabrik u. Einzelhandel das Meiste.