Mitarbeiterinnen von Fynbos verarbeiten feldfrische Chilis
Mitarbeiterinnen von Fynbos verarbeiten feldfrische Chilis, Quelle: Finbos Fine Foods

Eine wichtige Aufgabe, denn 50 Prozent der Bevölkerung Südafrikas sind jünger als 25 Jahre und die Hälfte der jungen Menschen ist arbeitslos; besonders Frauen sind von Armut und Ausbeutung betroffen.

Vom Feld bis in die Flasche fair

Turqle Trading unterstützt zehn Unternehmen in der Region Western Cape bei der Produktentwicklung und fairen Vermarktung von exportfertigen Gewürzmischungen, Saucen und Essige. Das sichert nicht nur mehr als 700 feste Arbeitsplätze, sondern erhöht auch die Wertschöpfung. Alle Betriebe zeichnen sich durch Produkte höchster Qualität und faire Arbeitsbedingungen aus. Die Produzent*innen legen großen Wert auf ökologische Anbaumethoden und verarbeiten frische Chilis und regionale Gemüse. Als Schlüssel zu nachhaltig positiven Veränderungen betrachtet Turqle Trading den Zugang zu Bildung.

Der Fair Trade Trust: Weiter mit Bildung

Um den Arbeiter*innen und ihren Familien berufliche Perspektiven und Aufstiegschancen zu eröffnen, gründete Turqle Trading den Fair Trade Trust. Die Stiftung speist sich aus Verkaufserlösen und finanziert vor allem die Schulgebühren für die Kinder der Angestellten. Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen können die Angestellten ihre Potentiale entfalten und Fähigkeiten erweitern. Stipendien ermöglichten bereits einigen Kindern den Besuch einer Universität.

Auch in der kleinen Firma St. Louis, die Würzsaucen herstellt, werden die Mitarbeiter*innen gezielt gefördert. Laodicea Okkers begann als Angestellte in der Lebensmittelkontrolle. Mit Unterstützung durch den Fair Trade Trust absolvierte sie mehrere Fortbildungen und arbeitet nun im Alter von 28 Jahren in der Leitung des Qualitätsmanagements und der Kundenbetreuung. Sie ist stolz darauf, mit ihren neuen Kompetenzen zum Erfolg der Firma beizutragen. 

In der Corona-Krise zeigt sich die Stärke und Solidarität des Fairen Handels: Die Kapregion lebt vom Tourismus und ist deshalb von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wirtschaftlich schwer getroffen. Die Lebensmittelproduktion läuft aber trotz eines strengen Lockdowns weiter. So konnte Turqle Trading eine lokale Hilfsorganisation unterstützen, die Schulkinder mit Lebensmitteln versorgt. 

Links und Quellen:

Autorin: Katharina Utzolino, Mobile Bildung e.V.